Sackerl im Wind

Ich hab das Gefühl da geht nichts voran. Bei mir nicht. Als wären alle Uhren still. Obwohl in meiner Wohnung einige Uhren ticken.

Fühlt sich so an, als wäre alles im Winterschlaf, die Blumen draußen blühen zwar schon, aber in meinem Herzen ist es eiskalt. Generell ist es kalt in der Wohnung. Mein außen passt sich seinem innen an, obwohl draußen die Sonne scheint, sitz ich lieber daheim und schreibe. Wie irrsinnig die Welt nicht ist, manchmal komm ich mir vor wie Alice im Wunderland.

Tatsächlich ist die Welt verwunderlich. An einem Sonntag frei haben, daran muss ich mich erst gewöhnen. Spring ich normalerweise um die Uhrzeit schon im Gasthaus von einem Tisch zum Nächsten. Serviere Getränke und Speisen und wunder mich, woher die Menschen so viel Zeit nehmen. Zu schlemmern und zu sinnieren. Gemeinsam mit der Familie sein. Was in meinem Fall eher seltener vorkommt, da immer alle viel beschäftigt oder im Ausland sind. Und wenn sie im Lande sind, vor lauter Arbeit keine Zeit finden. Nun ja, ich mag es ja auch alleine zu sein mit meinem Hund. Zusammen werden wir heute spazieren gehen und der Welt zeigen, was wir von ihr halten und das Revier markieren. Wir hinterlassen überall unsere Fußabdrücke und die so groß, dass man hinter uns aufwischen darf. Okay das war vielleicht ein wenig übertrieben, aber das mag ich ja. Ich find das lustig, wie das Leben uns manchmal solche Witze zuspielt, als müsstest du ihn einfangen um ihn gehört zu haben. Ihn dein eigen nennen zu dürfen, diesen Witz vom Leben.

Ich fühl mich wie a Sackerl im Wind.

Sackerl im Wind (c) Marie Richlik

von Spitzerougeundeineknarre

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