Kalt

Ein Schleier aus Nebel hüllt das ganze Schloss ein. Ich sehe einen Fuchs, einen Hasen, eine Eule. Ich trinke Beerenpunsch während ich die eisige Kälte inhaliere. Meine Knochen fühlen sich morsch an, ich war schon lange nicht mehr alleine in der Nacht. Auch wenn sich hier viele Leute versammeln, wirkt alles irgendwie mystisch und einsam und leer. Der Weg hierher hat fast so lange gedauert wie meine letzte Beziehung. Er war länger als gedacht und dennoch war ich schneller da als gedacht. Insgesamt hab ich genau eine Stunde gebraucht und vierzig Euro verprasst. Ich hab ein Kaleidoskop, einen Wochenplaner, die Punsch Tasse und ein Bild von einem gestiefelten Kater gekauft.

Jetzt kann Weihnachten kommen. Ich fühl mich zum ersten Mal richtig wohl in meiner Haut. Sag niemals nie und tu es einfach. Du brauchst niemanden der dich beschützt, du kannst selber auf dich aufpassen. Heute Abend geh ich ins Impro-Theater und am Freitag Kickboxen. Alleine. Weil ich dann endlich meine Ruhe habe. Deshalb treff ich auch niemanden mehr. Zeitdiebe. Wie die grauen Männer in Momo. Aja und einen Becherkuchen werde ich backen, bloß so, weil es schnell geht und einfach zuzubereiten ist. Scheiß auf Kalorien zählen und den ganzen Dreck, ich werde Intervallfasten. Drogen gibts nur mehr am Wochenende! Basta

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s